Welpen hinter Gittern

Jan 20th, 2010 | Von admin | Kategorien: Tipps & Tricks, Trends

Welpen hinter GitterHäftlinge und ihre Welpen

Die 1997 in den USA ins Leben gerufene gemeinnützige Stiftung “Puppies behind bars” (Welpen hinter Gittern) erweckte seit seiner Gründung zunehmend Medieninteresse dank des anhaltenden Erfolges des Projektes, daß Veruteilten beibringt junge Hunde zu trainieren.

Die Idee besteht darin, daß Gefangene 16 Monate Zeit haben um einen Welpen zu sozialisieren und vorzubereiten auf ein Leben in einem normalen Haushalt. Die Welpen werden anschließend auf ihre Fähigkeiten getestet entweder in Millitär-Dienst als Sprengstoffsuchhund zu treten oder in ein Zuhause als Blindenhund bzw. Begleithund eines Kriegsveteranen einzuziehen. Die Präsidentin der Stiftung Gloria Gilbert Stoga bemerkt das es für die Gefangenen eine Möglichkeit ist “etwas an die Gesellschaft zurück zu geben” in Form eines spezialisierten Hundes, während sowohl der Inhaftierte als auch der Welpe von ihrem Zusammenleben profitieren. Die Strafgefangenen werden bei ihrer Aufgabe von qualifizierten Hundetrainern beraten, verbringen jedoch selbstständig ihre Haftzeit mit dem ihnen anvertrauten Welpen und teilen sogar die Zelle mit ihm. Stoga fügte hinzu das es für die Gefangen eine Sinnvolle Beschäftigung bedeute und für den Welpen eine Betreuung mit viel Aufmerksamkeit und Zuneigung. Zudem gibt es den Inhaftierten eine verbesserte Resozialisierungs-Chance da sie lernen Verantwortung zu übernehmen und zu tragen.

Dave Stancliff lobte in einer Ausgabe des Times Standard vom 3. Januar 2010 die Rolle von Hunden im Dienst als Psychische Unterstützung die Veteranen aus dem Irak-Krieg halfen ihre posttraumatische Belastungsstörungen (PTSD) zu überwinden. Viele der jungen Hunde stammen aus dem “Welpen hinter Gittern”-Projekt.

2000 wurde in Deutschland das erste Mal über die ungewöhnliche Idee berichtet. Im Rahmen seiner Dokumentationsreihe “Dogsworld” für die ARD war Regisseur und Hundebesitzer Jan Hinrik Drevs in New York um den Alltag der Häftlinge und ihrer Welpen einzufangen. 7 Jahre später folgte sein Spielfilm “Underdogs” der das Thema noch vertiefte und 8 Gefangene während ihrer Zeit mit ihren 8 Labrador-Welpen hinter den dicken Backsteinmauern eines US-Gefängnis begleitete.

Prominente Unterstützung findet “Welpen hinter Gittern” in den USA bei Hollywood-Schauspielerin Glenn Close und Kult-Moderatorin Oprah Winfrey. Die offizielle Internetseite der Stiftung bietet die Möglichkeit die Zusammenarbeit zwischen Gefangenen und Welpen über eine Welpen-Gallerie und Videodokumentationen zu verfolgen.

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