Der Pferdesattel!
Nov 17th, 2009 | Von admin | Kategorien: Einkaufen, Pferdezubehör, Trends
Das Glück der Erde, liegt in einer großen Auswahl an Sätteln
Aus der Geschichte
Ursprünglich wurden Sättel nicht als Reit- sondern als Packsättel erfunden. Die damalige Form war ein Bocksattel, der einfach aus zwei Brettern bestand, die rechts und links am Pferd anlagen und mit Bügeln vorne und hinten verbunden wurden. Diese Sattelform war geeignet, um viel Gepäck sicher auf dem Tier zu befestigen und den Rücken des Pferdes zu schonen, was ermöglichte längere Wege sicher zurückzulegen. Die erste Maßnahme diese “Vorrichtung” bequemer zu gestalten war sie mit Kissen und Decken abzupolstern.
Die ersten Sättel entsprachen dabei keineswegs bestimmten Mustern, sondern jeder Reiter fertigte sich seinen Sattel so, wie er es für sich und sein Pferd brauchte. Sättel aus gepolsterten Kissen wurden schon früh in der Reiterei benutzt. Die Griechen nutzten Lammfelle oder Decken, die mit einem Sattelgurt gehalten wurden. Xenophon empfahl in seinen fachliterarischen Werken, diesen Gurt in bestimmten Situationen zu benutzen, um den Beinen mehr halt zu verschaffen.
Die Kelten benutzten einen flachen Bocksattel aus Leder auf einem Baum aus Holz mit Bronzebeschlägen, in einer besonderen Form mit vier Hörnern in einem flach stehenden Paar an den vorderen Ecken und einem steil stehenden paar an den hinteren Ecken der Sitzfläche, die dem Reiter auch ohne Steigbügel viel Halt gaben und das Aufsitzen sehr erleichterten. Dieser Sattel wurde sehr schnell von den Römern übernommen.
Der Steigbügel ist seit dem 3. Jahrhundert in Asien und seit dem 8. Jahrhundert in Europa bekannt. Sie bestanden zunächst scheinbar nur aus Schlaufen für die Großen Zehen, dann aus Bügeln aus Holz oder Metall, die anfangs noch sehr leicht und schmal waren, jedoch im Laufe der Zeit zunehmend massiver wurden und eine größere Trittfläche erhielten. Anfangs wurden die noch kurzen Steigbügelriemen noch am Sattelgurt befestigt, später dann höher am Sattel selbst.
Sättelarten:
Damensattel
Im Damensattel sitzt die Reiterin in Seitsitz, das heißt mit beiden Beinen auf einer Seite – normalerweise links – am Pferd, was ein Reiten im Rock ermöglichte. Das Horn auf der rechten Seite des Sattels war überflüssig geworden und verschwand in der Folgezeit ab etwa 1870. Der moderne Damensattel hat daher nur noch zwei Hörner.
Englischer Sattel
Der Englische Sattel wurde aus dem Trachtensattel entwickelt. Die Trachten sind jedoch deutlich kleiner, damit die Pferdeschultern mehr Bewegungsfreiheit bekommen. Der Reiter oder die Reiterin sitzt näher am Pferd und kann präzisere Gewichts- und Kreuzhilfen geben.
Dressursattel
Der Dressursattel hat eine kleine Auflagefläche. Dank der flachen Polsterung sitzt der Reiter oder die Reiterin sehr tief am Pferd. Durch die flache Sitzfläche kann er die Hüfte nach Bedarf verschieben.
Springsattel
Speziell für das Springreiten konstruiert, ist der Springsattel etwas länger und der Sitz flacher als der Dressursattel, wodurch weit nach vorn gezogene Sattelblätter mit hohen Pauschen ermöglicht werden, die dem Knie bei der Landung nach dem Sprung einen guten Halt bieten sollen.
Vielseitigkeitssattel
Mit dem Vielseitigkeitssattel kann sowohl Dressur, als auch Springen geritten werden. In Reitschulen ist er der häufigste Satteltyp, da er vielseitig einsetzbar ist und sich für Einsteiger eignet.
Rennsattel
Rennsättel sind besonders kleine und leichte Sättel, die bei Pferderennen eingesetzt werden. Sie bieten dem Rennpferd möglichst viel Bewegungsfreiheit und ermöglichen so eine hohe Geschwindigkeit.
Militärsattel
Beim Militär wurden Trachtensättel verwendet, die sich durch ihre Anpassungsfähigkeit an das Pferd auszeichnen. In Europa waren dabei Pritschensättel (s.o.) üblich, deren Trachten nach hinten verlängert wurden, um mehr Auflagefläche und Möglichkeiten für Gepäckbefestigung zu erreichen.
Westernsattel
Westernsättel werden im Westernreiten, und zunehmend auch im Freizeitreiten eingesetzt. Der Westernsattel ist eine Weiterentwicklung der Sättel der Konquistadoren. Er bestand ursprünglich aus einem mit Rohhaut überzogenen Holzbaum und einem Aufbau aus Leder, das häufig zur Verzierung reichlich punziert ist. Neuere, günstige Modelle werden auch mit Kunststoffbäumen und Leder- oder Kunststoffaufbauten gefertigt.
Andere sind Sambue, Gabelsattel, Drei-Horn-Sattel, Wanderreitsattel, Distanzsattel, Stocksattel, Maremmana, Töltsattel, und der Schulsattel.
Hallo, eine wirklich tolle Beschreibung zur Geschichte der Sättel. Viele Grüße Dani