Adventskalender
Nov 11th, 2009 | Von admin | Kategorien: EinkaufenZu Beginn diente der Adventskalender vor allem als Zeitmesser und Zählhilfe. Die eigentlichen Ursprünge lassen sich zurück bis ins 19. Jahrhundert verfolgen. Der erste selbstgebastelte Adventskalender stammt vermutlich aus dem Jahr 1851. Religiöse Familien begannen damit nach und nach 24 Bilder an die Wand zu hängen. Einfacher war eine Variante mit 24 Kreidestrichen die an Wand oder Tür gemalt wurden, wobei die Kinder täglich einen Strich wegwischen durften. Oder es wurden Strohhalme in eine Krippe gelegt, für jeden Tag einer, bis zum Heiligen Abend. Weitere Formen waren die Weihnachtsuhr oder eine Adventskerze, die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt wurde. Diese Variante war besonders während der Zeit des Nationalsozialismus als Ersatzform des gebräuchlichen Adventskalenders verbreitet.
Den ersten gedruckten Adventskalender brachte 1904 der Münchner Verleger Gerhard Lang auf den Markt. Er bestand aus einem Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden und einem anderen Bogen mit 24 Feldern zum Aufkleben. Jeden Tag in der Adventszeit durften die Kinder ein Bild ausschneiden und in ein Feld kleben. Bis in die 1930er Jahre genoss die lithografische Anstalt von Reichold & Lang in München den Ruf, die kunstreichsten und fantasievollsten Werke auf diesem Spezialgebiet herauszugeben. Lang kam auf die Idee, da er als Kind eines Pastorenehepaars von der Mutter jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit 24 Gebäckstücke auf einen Karton genäht bekam und ab dem 1. Dezember jeden Tag eines essen durfte. Lang stellte auch den ersten Schokoladen-Adventskalender her.
Die heutige am meisten verbreitete Gestalt des konventionellen Adventskalenders, der den Kindern die lange Wartezeit bis zum Heiligen Abend etwas erleichtern soll, geht vermutlich auf einen evangelischen Pfarrer zurück. Er wandelte die Idee von Lang ab und versteckte hinter 24 Türchen Bilder mit Gestalten aus biblischen Geschichten. Große Popularität eringten die Adventskalender in den 50er Jahren, als er zum Massenartikel und dementsprechend preisgünstig angeboten wurde. Als Motive dienten hauptsächlich Szenen aus romantisch verschneiten Städtchen. Hinter dem grö&szten Fenster, des 24. Dezember, verbarg sich meist eine Krippenszene. Ab 1958 gab es die ersten mit Schokolade gefüllten Kalender die schnell die Kinderherzen eroberten.
Adventskalender mit Spielzeug.
Adventskalender mit Schokolade gefüllt.
