Schokolade bremst den Heißhunger
Nov 9th, 2009 | Von admin | Kategorien: Einkaufen, Küchengeräte, TrendsSchokolade – von der Selbstverständlichkeit zum Genuss
Seit dem Zeitalter der Maya ist die verführerische Wirkung von Schokolade bekannt. Das Schokolade auch anregend wirken kann, wird den Muntermachern Koffein und Theobromin zugeschrieben. Laut der Universität Tübingen stecken davon in einer halben Tafel Schokolade (50 g) 0,2 g. Was in etwa der Wirkung von zwei Tassen Kaffee entspricht. Theobromin hat zudem eine lindernde Wirkung bei Reizhusten, indem es den verantwortlichen Nerv besänftigt. Anregend wirkt Schokolade angeblich auch auf einem anderen Gebiet: Laut einer amerikanischen Studie sollen Produkte mit einem Kakaoanteil von mehr als 50% außerdem ein wahres Wundermittel bei Potenzstörungen sein.
Trotz der in Schokolade enthaltenen gefürchteten Dickmachern “ Fetten und Kohlehydraten “ haben die besonderen Kakao-Bohnen die der wesentliche Bestandteil der Schokolade sind, den Ruf, die Stimmung zu heben. Die glücklich machende Wirkung der Kakaobestandteile Phenylethylamin und Anadamid ist nachgewiesen: ersteres steigert die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin, der ebenfalls zum Aufhellen der Stimmung beiträgt. Letzteres ähnelt in seiner chemischen Bauweise bestimmten Haschisch- und Morphinbestandteilen, die auf Glücks- und Lustzentren im Gehirn wirken. Durch die geringe Konzentration in der Schokolade ist allerdings fraglich ob die Mengen, die ein Mensch verzehren sollte und kann, ausreichen, um die Wirkung dieser Stoffe im Körper voll zu entfalten.
Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind die Minerale Magnesium und Kalium, kleine Helfer die Stress abzubauen. Der Glücks- und Anti-Stress-Faktor der Schokolade überträgt sich nach einer Studie finnischer Wissenschaftler sogar von einer werdenden Mutter auf ihr ungeborenes Baby, angeblich verhilft täglicher Schokoladenkonsum während der Schwangerschaft zu ruhigeren, pflegeleichteren Babys. Die im Kakao als Gerbstoffe (Polyphenole) können außerdem Herzinfarkten und Krebs vorbeugen. Sie wirken antioxydativ, sie binden im Blut enthaltene aggressive freie Radikale, die Zellen in der Herzgegend schädigen könnten, sowie zur Krebszellenmutation beitragen. Das Vorurteil, dass Schokolade Verstopfungen begünstigt, ist durch Nachweis des hohen Ballaststoffgehalts von Kakao widerlegt worden. Diese verhelfen auch schnell zu einem Sättigungsgefühl, so dass vor allem dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaogehalt beim Abnehmen nützlich sein kann. Ein kleines Stück Schokolade vor den Mahlzeiten bremst den Heißhunger.
In der Schokoladenindustrie sind heutzutage vor allem zwei Trends zu beobachten: Zum einen werden verstärkt Edelkakaosorten, beispielsweise aus Indonesien, Papua-Neuguinea, Nicaragua oder Ecuador verwendet; auch Schokolade aus Bio-Kakao wird immer gefragter. Mittlerweile bieten einige Firmen sogar Edel-Produkte aus wild wachsendem Kakao aus den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas an. Diese sind nicht immer günstig zu bekommen, dafür aber zum Schutz der Tropenwälder beitragen. Zum anderen geht der Trend zurück zum Ursprung aller Schokoladenrezepturen, also den Erfindern, die Maya. Es werden verstärkt weniger süße Schokoladen, dagegen welche mit einem höherem Kakaoanteil angeboten, die oft mit zusätzlich Gewürze (meißt Chili) verfeinert sind.
In der gehobenen Gastronomie findet man ein immer höheres Angebot an Hauptspeisen, die Schokolade enthalten, oder sogar ganze Menüs die aus Schokoladen Speisen bestehen.